Mittwoch, 1. März 2006
Ursprung des Brettspiels
Das älteste Brettspiel ist über 4000 Jahre alt und wurde bei Ausgrabungsarbeiten im Jahre 1927 durch den Archäologen Sir Leonard Wooley in Mesopotamien gefunden.

Es wird nach seinem Fundort - der ehemaligen Königsstadt Ur - schlicht "Spiel von Ur" genannt. Es war als eine Grabbeigabe den Königsgräbern beigelegt und ist etwa 2600 v. Chr. entstanden. Das Spielbrett des im heutigen Irak gefundenen Spiels besteht aus Holz, das mit Pech als Klebstoff bedeckt war. Auf dem Pech bildeten Muscheln, Edelsteine und Tierknochen zwanzig Quadrate, die in zwei Blöcke unterteilt waren. Der linke Block bestand aus 3 x 4 Quadraten und war über zwei Felder mit dem rechten Block, der aus 2 x 3 Quadraten bestand, verbunden.

Zu dem Spiel gehören noch je 7 Spielsteine - weiße und schwarze - und drei Würfel. Die Würfel waren pyramidenförmig und hatten zwei bemalte Seiten. Bei einem Würfelwurf wurden die nach oben zeigenden bemalten Flächen gezählt. Somit waren Würfelwürfe von 1 bis 4 möglich.

Über die Spielregeln streiten sich die Experten. Sicher ist nur, dass die Spielsteine von einem Ende des Spielfeldes zum anderen gezogen werden mussten. Dabei konnten sich gegnerische Steine gegenseitig blockieren, oder auch rausschmeißen.

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